aaltra
hohe str.33
09112 chemnitz

ÖFFNUNGSZEITEN:

Di – Do: ab 18.00 Uhr

Fr – Sa: ab 20.00 Uhr
So: bei Veranstaltung

feiertags: ab 20 Uhr

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Donnerstag 22.01.2015 Kitty Solaris 21.00 uhr

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Im Ambiente von Hotelzimmern, Küchen und Bars schießt Kitty Solaris die Schnappschüsse für ihre Lieder, die sie auf der elektrischen Gitarre spielt. Ihre Musik bewegt sich zwischen den Koordinaten Slowmotion, Melancholie und Minimalistik.

Die Mischung aus elektrischer Gitarre und warmem Gesang ergibt melodischen Lo-Fi-Pop.
Kitty Solaris ist inspiriert von Singer/Songwritern wie Smog (Bill Callahan), Catpower, Stina Nordenstam oder Lou Reed, wird aber auch von Hits der 80er Jahre beeinflußt.
Musik für die Zeit zwischen Mitternacht und Morgen, wenn man glauben könnte, dass die Welt zu Ende ist.
Der Augenblick ist da und plötzlich hast du alle Zeit der Welt.

Eintritt frei!!!

Freitag 23.01.2015 CRWTH 21.00 uhr

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Alternative-Rock spielen viele Bands.

crwth [kru θ], funf ambitionierte Musiker aus Leipzig, ː mischen ihn gekonnt mit Progrock-Einflussen,

wurzen ihn hier mal mit Artrock-Momenten und streuen dort mal eine Prise orientalischen

Hauch ein, um dann mit einem Ohrwurm in Stadionrock-Manier zu uberraschen.

crwths Musik ist emotional, vielschichtig und facettenreich. Dies beweisen sie nicht zuletzt mit ihrem

aktuellen, zweiten Langspieler „REFLECTIONS“, einem Soundtrack der verschiedenen Musikstile.

So vielschichtig, wie ihre Stucke sind, so individuell ist das Spiel jedes Musikers: Martins Schlagzeug

aufwendig, Christophs Bass treibend und verspielt. Bjorns Gitarre baut wallende Riffmauern;

Holgers Gitarre grabt starke, eindringliche Linien in den Gehorgang, seine Geige schmiegt sich an

die Nervenstrange, Catherines Stimme haucht und schreit und spielt mit den Emotionen, die die Instrumente

vorlegen. Den eher dunklen Gefuhlswelten der Texte gibt die Band mit Spielfreude und

Leidenschaft eine eindringliche Authentizitat zwischen Melancholie und Euphorie.

Nach ihrem Debut 2010 und zwei kleineren Veroffentlichungen hat nun, im zehnten Bandjahr,

REFLECTIONS“ das Licht der Welt erblickt. Der Sound von crwth ist echt und direkt, womit sie

live das erreichen, was sie auf dem Album vorgeben: ein musikalisch emotionales Spannungsfeld!

Eintritt frei!!!

Donnerstag 12.02.2015 The Gentle Lurch 21.00 uhr

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 ‚To lurch‘ heißt im Englischen so viel wie schlingern, torkeln oder taumeln. ‚To leave sb. in the lurch‘  bedeutet, jemanden im Stich zu lassen. Tatsächlich ist ‚Workingman’s Lurch‘ ein pessimistisches Album, das – wie der Titel nahe legt – vom Arbeiten handelt. Zur Arbeit gehen, auf Arbeit sein, Stagnation… Dass es jetzt auf’s Sterben zugeht.

 Es ist das dritte Album der Dresdner Band The Gentle Lurch. Ihre Mitglieder stammen aus dem Erzgebirge und der Gegend um Chemnitz. Sie pausiert gern so lange, bis wirklich jeder ihre Existenz wieder vergessen hat. Ihr letztes Doppelalbum stammt aus dem Jahr 2009 und Americana-UK sprach damals von “Dresden‘s Answer to Wilco ‐ a sprawling, experimental epic…”

 Neben der Kernbesetzung von Cornelia Mothes am Flügel und Frank Heim und Lars Hiller an diversen Saiteninstrumenten, wurden seither Ronny Wunderwald und Timo Lippold an Schlagzeug und Bass zu festen Mitgliedern. Tatsächlich spricht die Band in Zusammenhang mit Workingman’s Lurch von einem „ehrlichen Rockalbum“, was relativ wunderlich erscheint, denn es ist eher das Gegenteil von dem, was man gemeinhin „Album aus einem Guss“ bezeichnet. Jedes Lied hat einen eigenen Willen, will seine eigene Strategie, sein eigenes Momentum entwickeln. Ludwig Bauer hat zwei erschütternd schöne Streicher-Arrangements beigetragen und an einigen Stellen erweitert sich die Mehrstimmigkeit um einen Chor aus Müttern.

Aber Bass und Schlagzeug stecken die Lieder in festere Gerüste, lassen sie konziser werden, und zumindest streckenweise auch lauter als auf vorangegangenen Alben. ‚Our Bodies Become The Ground‘ rollt wie eine Gerölllawine aus den Boxen der Anlage. Viel mehr Raum nimmt auch Cornelia Mothes ein, die dem sprech-singenden Stoizismus von Lars Hiller ein tröstendes, beinahe erlösendes Element gegenüber stellt, und dabei Pop und eine vormals ungekannte Direktheit in den Bandfokus rückt. Daneben bleibt ein Teil der alten Gentle Lurch: nah am Stillstand, unsicher tastend, alt und irgendwie morsch klingend.

The Gentle Lurch kann man eigentlich nicht als Folkband bezeichnen. Dazu sind ihre Lieder zu unverhofft, zu nah am Experiment. Sie mögen keine Wiederholungen. Ein Nachzählen ergibt gerade drei Refrains auf dem gesamten Album. Die meisten Lieder sind wie Reisen von einem Punkt A zu einem Punkt B angelegt. Andere erheben und nivellieren sich wieder wie eine Welle im Meer. Sie nutzen Elemente aus Folk, Country, Americana weil sie deren emotionale Direktheit mögen und ordnen diese neu. Manchmal so konfrontativ, wie in ‚All Things Come‘, das an einem einzelnen Orgelton von Beschwerde in Trost hinüber kippt, und dabei Sänger wie auch Harmonien wechselt.

Da ist die seltsam rotierende Akkordfolge, auf der ‚Cannot‘ aufgebaut ist, oder der Groove, der den Gospel von ‚On How To Tamp Leaks‘ torpediert. 

Ihre Lieder sind textreich und narrativ. Sie nehmen gern Wendungen ins Mystische wie das Ende einer Kurzgeschichte von Flannery O’Connor. Das Titelstück vergleicht – während erst nach und nach die Instrumente einsetzen  – beinahe  kurzgeschichtenartig den Burnout eines Angestellten mit dem pubertären Weltekel eines Teenagers und stellt dann fest:  “We are passing our days / Like two snails / Slowly crawling past each other / A shared office, alright / But aren’t we supposed to be brothers?”

Still Life‘ ist eine Hommage an den Maler und Holzstecher Werner Wittig – semi-fiktionale Biographie und völlig fiktive Erläuterung seines Schaffens: sich in seinem Wirken immer tiefer im Abstrakten zu verstricken, den Versuch unternehmend, etwas Unsagbares zu sagen, etwas Entzogenes abzubilden. Wittig zeichnete sein Leben lang fast ausschließlich Stillleben, die über die Objekte wie Äpfel hinweg durch Fenster auf menschenlose Landschaften blicken lassen. 

All das bündelt sich schließlich musikalisch wie auch textlich im letzten Lied ‚Nesting‘, das in einer Art Flucht oder Befreiung mündet, den Zustand der Trägheit abschüttelt und sich behäbig aufschwingt, um die Dinge, in die man verstrickt war, von oben herab zu betrachten: „There was something that sat on my heart like a moth / But I flew free from the sludge and the sloth.”

 Für Workingman’s Lurch arbeitete die Band erstmals mit einem externen Produzenten. Johannes Gerstengarbe, der das Soundengineering in Nashville erlernt hat, steht eigentlich für durchaus polierte, dem Radio zugewandte Produktionen und es war, so die Band, eine bewusste Entscheidung, die Abwegigkeit und krude Herangehensweise von Gentle Lurch mit seiner Klangästhetik zu verbinden. Die Aufnahmen, die mit Unterbrechungen gut zwei Jahre lang gedauert haben, fanden in einer ehemaligen Schokoladenfabrik statt, die in dem 

(Alt-)Neubaugebiet in Dresden steht, das auch im Albumartwork abgebildet ist. Bis auf ein paar Satellitenschüsseln aus den frühen 90ern ist die Wende an diesem Ort scheinbar spurlos vorbei gegangen.

 Und natürlich klingt der Albumtitel auch wie ein weit entferntes Echo auf Workingman’s Dead von Grateful Dead (1970). Ist Workingman’s Dead ein Abgesang an die kulturelle Befreiung der 60er Jahre, dann ist WML ein Abgesang an ein unbelangtes und selbstbestimmtes Leben. Es beschreibt kein kulturelles Phänomen, sondern ein biographisches: Das sich Eingliedern in die Maschine Arbeitswelt – das Ächzen des Materials, die Verstockung, das Schleifen und Knarren, das Abstoßen nicht funktionaler Teile. 

Eintritt: VVK 5€ (im aaltra) AK 6€

Mittwoch 18.02.2015 Chinese Silk And Videotape 21.00 uhr

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Indie Pop aus München / Chinese Silk and Videotape gehören zu den produktivsten Bands der Münchner Indie-Szene.

Doch besonderen Wert legen die fünf Musiker auf ihre dynamische Live-Performance: Mit einer Vielzahl elektronischer

und akustischer Instrumente lassen Chinese Silk and Videotape auf der Bühne binnen kurzer Zeit mächtige Welten

entstehen und genau so gekonnt und zelebriert wieder zerfallen.

Bis das nächste Album so weit ist, gelten die Musikvideos zu „Almost Over“ oder „Tend to the Wound“ (auf YouTube)

als unbedingte Anspieltipps, um sich einen Eindruck von Chinese Silk and Videotape zu verschaffen. Synthesizer und

Sampler treffen auf akustische Drums und Gitarren – und sie verstehen sich prächtig miteinander. Kurzum: Chinese Silk

and Videotape machen Pop, wie er eigentlich sein sollte.

Mitglieder (Reihenfolge wie Foto oben)

Markus Pyttel (git), Thomas Brand (git, voc), Denis Reichel (key, voc), Lukasz Kolny (bass), Hannes Rothmoser (dr)

Veröffentlichungen

tba (Album, 2015)

Exit Direction (Album, 2013)

Get A Piece Of It (EP, 2011)

Web

Website: chinesesilkandvideotape.com

Facebook: facebook.com/chinesesilkandvideotape

Soundcloud: soundcloud.com/chinesesilkandvideotape

YouTube: youtube.com/chinesesilkvideotube

Eintritt frei!!!

Donnerstag 26.02.2015 ORPH 21.00 uhr

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Wohl an, lag nun in Fußes Breite vor uns dein Garten
War Land um Land und Baum um Baum an uns vorbeigestrichen
Tanzten die ersten Lichter durch unsere Finger
Oh gleißend deine Schoenheit

Und wie der Abend sich naeherte,
waehnten wir uns bereits am Rande des Berges
Die die uns herbrachten waren verschwunden
Waehrend Mond sich und Schatten langsam einander versteckten…”

Ruhe bitte…! Ton ab für die Geschichten aus dem Land O!
Die Spieluhr beginnt. Eine alte kupferne Lochplatte, aus Narbengelände,
märchenhaften Steinen und verwunschenen Flüssen purpur, fängt plötzlich an sich zu
drehen. Und siehe, es schwingt sich ein Ton in die Lüfte! Sonneglanz reichlich,
ruhig auch das Meer, doch stürmt es in der Seel.

Es gibt Pauken und Trompeten und das “Orph-Orchester” spielt eine große Reise in Richtung Sonne… FAO TAO
Zu hören gibt u.a. neues Material vom kommenden Album FAO TAO

Marco De Haunt ~ voc / guit
Hendrik Winter ~ guit / voc
Wieland Jubelt ~ drum / chime
Martin Bosch ~ bass / trump / voc
Rahel Hutter ~ piano / organ / voc

Eintritt 5€ VVK (im aaltra) 6€ AK

Publiziert am von k.fischer | Hinterlasse einen Kommentar