Nun, ein herzliches HALLO auf dieser Seite vom aaltra. Hier kann man lesen, sehen und hören, was demnächst so alles los ist:

Fr 07.12.18 21:00 Uhr Death Machine (DK)

Copenhagen, DK

eine Mischung aus traditionellem Folk und akustischen Elementen, kombiniert mit den alten Synthesizern, die den Ton angeben. Referenzen sind Neil Young, Bon Iver und Vangelis Blade Runner Soundtrack.

Die Geschichte von Death Machine beginnt mit einer richtig beschissenen Woche im Leben des Leadsängers Jesper Mortensen. Innerhalb einer Woche verlässt ihn seine Freundin, seine alte Band löst sich auf und er wird von seinem Job gefeuert. Anstatt zusammenzubrechen, verwandelt er die Wut und Verzweiflung in seinen ersten Liedern durch das Dogma, dass jedes Lied bis zu 8 Stunden dauern muss. Vor allem das Danish National Radio P6 und die Alternative Charts auf P3 begrüßen die Single „Become the Dead“ mit offenen Armen.

Von Anfang an ein echtes Solo-Projekt für Jesper, wurde Death Machine nun zu einer Band ausgebaut, die seitdem von den Produzenten von Jacob Bellens und Vinnie Who unterstützt wird, was zu dem am 29. April veröffentlichten Album „Cocoon“ führte. Von diesem Album gehören sowohl der Titelsong als auch „Bleak“ zu den meistgespielten Songs des dänischen Nationalradios P6, und die Fanbasis umfasst heute die Musiker Mikael Simpson und Jens Unmack, die beide als Fans der Band gelten. Death Machine versucht, das Großartige mit der Nähe zu verbinden. Inspiriert von der traditionellen amerikanischen Volksmusik und den synthetischen Klängen der 80er Jahre. Die Band ist bestrebt, einen ehrlichen Ausdruck zu schaffen, der auf Jespers persönlichen Texten und Songwriting-Stil basiert. Seine Faszination für das Universum, seine Unverständlichkeit und sein Geheimnis im Allgemeinen drückt sich auch in den filmischen und verlassenen futuristischen Landschaften aus.

Ihr musikalischer Ausdruck ist eine Mischung aus traditionellem Folk und akustischen Elementen, kombiniert mit den alten Synthesizern, die den Ton angeben. Referenzen sind Neil Young, Bon Iver und Vangelis Blade Runner Soundtrack.

Eintritt: 6€

Do 13.12.18 21:00 Uhr Tipps für Wilhelm

Berlin

„mit sympathischer Lakonie getextete Lieder mit einer zwar dringlichen, aber angenehm zurückhaltenden Intensität“ (taz)

 

 

Die `Tipps’ sind zurück. 
Nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums Hornissen (Waterfall Records, 2014) und einer Tour durch Deutschland und die Schweiz, pendelte die Berliner Indie-Pop Band, Tipps für Wilhelm, zwischen ihrem kleinen Studio in Berlin und der Mecklenburgischen Seenplatte, wo sie in einem umgebauten Pferdestall zwei Jahren lang an den neuen Songs arbeiteten. 

Das von Monsieur Tomorrow und der Band produzierte und vom alten Freund Simon Frontzek (Tomte, Burkini Beach) abgemischte zweite Album, erscheint am 9.11.2018. 

Über das neue Album: “Weit und groß, romantisch und auf warme Art düster, wahnsinnig intim und trotz allem lebenshungrig. Die Texte sind prosaisch, so gut geschrieben wie die besten Kurzgeschichten, die in Klagenfurt gelesen werden. Dieser Gesang will erzählen, er achtet manchmal sogar gar nicht auf die Melodieführung, er begleitet die Lieder, deren Sog sich parallel entwickelt. Fast wirkt das Album zurückhaltend, doch dann spürt man, wie die Erde beben kann unter der Gitarre und dem Schlagzeug, mit welcher Gewalt die Drei ausbrechen können. Trotz dieses Hamburger Schule-Vibes ist diese Musik progressiv und kein Blick zurück, und nichts ist hier Zufall. Sie haben keine Angst vor den großen Arrangements, ebenso wenig vor Sentimentalität und Liebe. Das Album ist ehrlich, aber nicht auf eine direkte, beichtende Art, sondern auf eine eindringlich poetische. Es transzendiert, es brennt unter der Haut.” – Christian K. L. Fischer

Tipps für Wilhelm sind Guillermo Morales (Gesang, Gitarre), Thomas Wosnitza (Gesang, Bass) und Ruud van der Zalm (Drums).
Live sind sie zu viert unterwegs. 

Eintritt frei!!!

Fr 14.12.18 21:00 Uhr DeRobert & The Halftruths (US)

Nashville, TN, USA

hammer ehrlichen, dreckigen Soul, DeRobert Adams besticht mit seiner wahnsinnigen Stimme auf absolut rauhen Instrumentalen seiner Band. Besser kann man den Sound der 60er nicht einfangen!

Über eine Dekade lang spielt er mit seiner Band Shows in Amerika, produzierte zwei Alben und einige 7“ Singles auf dem eigenen Label G.E.D. Soul Records und fässt nun auch Fuß in Europa. Einladungen zu Festivals wie Sain Paul Soul Jazz Festival oder Nice Jazz Festival machten ihm zum Sommer Liebling in Frankreich und Spanien. Mit einer neuen sehr dynamischen Single, auf dem für Soul Liebhaber nicht zu überhörenden Label Colemine Records, begibt sich die Band Ende des Jahres auf Club Tour in Deutschland.

Eintritt: 10 €

Sa 15.12.18 21:00 Uhr Lyrik e.V. präsentiert: Liedermacherabend

 

 

Mi 19.12.18 20:00 Uhr Retour /// Teil 1

Sons (UK) und …thanks and get ready! (D) im Museum Gunzenhauser

Chemnitz und Brighton

Post-Melodic-Punk-Rock vs.explosive Gesangsmelodien und Buzzsaw-Riffs, die die Toten wecken könnten, wenn man es mit viel Biss und laut mag…

SONS: Die Brüder Lee und Nick Meldrum stürzten sich im Januar 2016 in die Garage-Punk-Szene. Es war eine hochaktuelle Zeit für das Dou SONS aus Brighton, die derzeit beim aufstrebenden Punk-Label Till Deaf Do Us Party Records (Frauds/ Night Owls) unter Vertrag waren.

Alle vier Singles waren in der Heavy Rotation von den Indie/Rock-Radio-Leuchten Steve Lamacq, Huw Stephens, John Kennedy und Alex Baker – und beeindruckten auch Kerrang Magazine, Clash Music, Team Rock und GigSlutz. Sie spielten auch zwei Live-Radiosessions, für Radio X und BBC Introducing.

Inzwischen hat die Band ihr kakophones Live-Set auf die Straße gebracht und spielt im ganzen Land auf und ab mit Highlight-Sets beim Reading Festival, The Great Escape, Tramlines, Camden Rocks und zuletzt beim Isle Of Wight Festival 2018.

Mit explosiven Gesangsmelodien und Buzzsaw-Riffs, die die Toten wecken könnten, wenn man es mit viel Biss und laut mag, wird man SONS lieben!

thanks and get ready!: stehen seit 2009 für ordentlich DIY-Punkrock aus Chemnitz, einer Stadt so schön wie Bauchnabelfluseln. Geprägt vom Milieu des sächsischen Manchesters, bringen die ehemals zwei – seit Oktober 2014 drei – Musiker Jakob, Christoph und Markus ihre Hassliebe in Form von unverfälschter Gitarrenmusik zum Ausdruck. Die beste Tageszeitung Mitteleuropas, „Freie Presse“, betitelte ein Konzert von …thanks and get ready! jüngst als Mischung aus gelungener Rock-Show und misslungenem Poetry-Slam. Und es stimmt. So wenig ernst sich die drei Musiker selbst nehmen, umso ernster nehmen Sie ihre Musik. Nach einer EP, einem Album und wieder einer EP, alles hemdsärmelig selbst-produziert, entschieden sie sich dieses Mal alles anders zu machen und im März 2016 entstand mit Hilfe von Kurt Ebelhäuser (Blackmail, Scumbucket) in dessen Tonstudio45 die neue Platte „Bliss and Wasteland“. Sollte das Genre Post-Melodic-Punk-Rock bis jetzt noch nicht existiert haben, dann beginnt es hier und jetzt mit „Bliss and Wasteland“.

Eintritt frei!

Do 20.12.18 20:00 Uhr RE!SE im aaltra

Berlin / Melbourne

eine „eklektische Vereinigung elektro-akustischer Elemente mit sphärischen Obertönen und minimal ausgewählten Beats“ mit Vibraphon, Cello, Stimmen, Keyboard und Elektronik.

RE!SE besteht aus der Musikerin/Komponistin Anna Morley und Cellolist Nikolaus Herdieckerhoff aka „Cellolitis“. Das deutsch-australische Duo spielt eigene Stücke mit Vibraphon, Cello, Stimmen, Keyboard und Elektronik. Ihr Klang wurde als „eklektische Vereinigung elektro-akustischer Elemente mit sphärischen Obertönen und minimal ausgewählten Beats“ beschrieben. Die Einzigartigkeit der Instrumente in Kombination mit zwei leidenschaftlichen Musikern reisst die Zuschauer hinfort auf eine dionysisch, bezaubernde Schall-Reise.

Eintritt frei!

Do 24.01.19 20 Uhr Regioslam

Hier gibt es die volle Packung Poetry Slam aus der Region Chemnitz.

Egal ob schon erfahrene Poeten oder Newcomer, jeder/jede darf sich hier ausprobieren und dem Publikum seinen Text und Performance nahe bringen.
Abgerundet mit dem Wohnzimmerfeeling des aaltra, ergibt sich ein gemütlicher Abend, der dauerhaft nach Wiederholung schreit.

Einlass 19 Uhr // Beginn 20 Uhr // Eintritt 3/5€

Fr 25.01.18 21:00 Uhr The Day

kommen aus: Utrecht / Hamburg

und spielen: ihre eigenen Version zurückgenommener, melancholischer Popmusik, intim ohne sich aufzudrängen und erzählen mit von innen kommender Ruhe.

 

 

The Day sind Laura Loeters aus Utrecht/Niederlande und der in Hamburg lebende Gregor Sonnenberg. Beide lernen sich auf dem Konservatorium in Arnhem kennen, tauschen musikalische Ansätze und Ansichten aus und bringen Entfernungen, Unterschiede und immer neue Blickwinkel in ihrer Band unter einen gemeinsamen Nenner.

Träumerisch anmutender Dream-Pop trifft auf einen von Hardcore gelernten und gelebten DIY-Ethos. Karge, federnde und entrückende Dynamik wechselt sich mit einer wild träumenden Harmonik ab, Rock und Synthies schaffen ebenso anregende Kontraste wie abendkühle, reduzierte Postpunk Referenzen. Daran schließen sich Thematiken an, die Privates und Politisches genausooft verbinden wie gegenüberstellen. The Day spielen eine Musik, die sich in ihrem Eskapismus der Utopie genauso zuneigt wie einer gepflegten Schwermütigkeit und sich so gegen allzu festgelegte Deutungszusammenhänge verwehrt. The Day ist vor allem eine internationale Fernbeziehungskonstellation, ein fast schon feierlich ausgedrückter paneuropäischer Gedanke der Vereinigung (der gerade in diesen Monaten nicht zu oft betont werden kann).

The Day haben bisher zwei sehr schöne EPs in Eigenregie aufgenommen, waren unentwegt unterwegs, haben für Kate Tempest eröffnet und waren mit Turnover auf Tour. Und ganz nebenbei arbeiten die beiden weiter an der Formulierung ihrer eigenen Version zurückgenommener, melancholischer Popmusik. Die Stücke von The Day sind intim ohne sich aufzudrängen und erzählen mit von innen kommender Ruhe. Das Langspiel-Debütalbum „Midnight Parade“ erscheint in diesem Winter.

http://thedayisaband.com https://www.facebook.com/thedayisaband https://www.instagram.com/thedayisaband/ https://open.spotify.com/artist/7tE9qfIbkI2LNvwykjyiDN https://www.youtube.com/channel/UChMEFUfuym8ZNIQF-D_KvcA

Eintritt frei!!!

Fr 01.02.18 21:00 Uhr The Division Men (US)

kommen aus: Texas (US)

Die Division Men haben einen unverwechselbaren Klang, der als dunkel, romantisch, ätherisch und eindringlich beschrieben wurde.

 

 

Das aus Texas stammende Duo Husband / Wife, Acoustic Duo wurde 2008 in Berlin gegründet. Sie haben ihren Sitz nun in Austin, TX. Die Band besteht aus dem Gründer J. Spencer Portillo (Gesang / akustische Gitarre) und Caroline Rippy Portillo (Gesang / Bassgitarre).

Der Name der Division Men stammt von der Idee, dass Künstler aus aller Welt trotz ihrer Standorte zusammenarbeiten. Ursprünglich 2008 in Berlin gegründet, schrieb und nahm das Duo auf und kehrte schließlich nach Texas zurück.

Caroline wurde in San Antonio, Texas, geboren. Von 2007 bis 2012 spielte sie Bass für Tito & Tarantula. J. Spencer Portillo wurde in Los Angeles, Kalifornien, geboren, wuchs aber in El Paso, Texas auf. Seine El Paso-Wurzeln haben einen großen Einfluss auf die Texte, die in einer Grenzstadt häufig atmosphärische Porträts von Liebe, Leben und Tod zeigen.

Die Division Men touren und promoten aktiv ihr neuestes Album „Niños Del Sol“, das in ihrem In-Home Studio in Austin, Texas, aufgenommen wurde. Die Division Men haben einen unverwechselbaren Klang, der als dunkel, romantisch, ätherisch und eindringlich beschrieben wurde. Auf dem Album sind Rafael Gayol (Leonard Cohen), Steven Hufsteter (The Quick | Tito and Tarantula | Del Shannon), Jay Reynolds (Asleep at the Wheel), Javier Escovedo (The Zeros | True Believers), Mitch Hertz (Bloody Kids), Raiye Rippy und Jake Garcia (The Black Angels) vertreten.

Eintritt frei!!!

„Niños Del Sol“ ist das dritte Album von The Division Men aus Austin, Texas. Das Album wurde über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren aufgenommen, während es in Texas tourte und lebte. Fünf der zehn Songs wurden neu aufgenommen. Diese Songs sind aus dem ersten LIVE-Album mit dem Titel „Live at Clap of Thunder“ hervorgegangen. Durch den Revisitation der älteren Songs konnte sich die Band für Experimente und Zusammenarbeit öffnen.

Diesmal brachte die Band Freunde als Gastmusiker auf das Album.

Rafael Gayol (Leonard Cohen/ Charlie Sexton / A-HA)

Drums zu dem Song „Cut Away Your Errors“.

Jake Garcia (The Black Angels / The Ripe) – E-Gitarre zu „In Divide“.

Steven Hufsteter (Tito und Tarantula / Del Shannon/ The Quick) – Nylon-Gitarre zu „Niños Del Sol“.

Jay Reynolds (Asleep at the Wheel) – Baritonsaxophon zu „Fallen“.

Javier Escovedo (The Zeros, True Believers) – Akustik- und E-Gitarre in „Lost Highway“.

Mitch Hertz (Bloody Kids, KillerHertz, Free Or Dead) – Akustikgitarre in „Always“.

Raiye Rippy (langjährige Mitarbeiterin und Schwester von Caroline) – Klavier und Gesang zu „Niños Del Sol“ und Klavier zu „Fall“.

Fr 08.02.19 21:00 Uhr Tremor

Tremors Musik ist politisch brisant. Manchmal ist sie laut wie die Kraft einer Demonstration – manchmal leise, wie die Stille vor dem Sturm.

 

 

 

 

Tremor ist eine Band, die in Zeiten der fortschreitenden Rückentwicklung gesellschaftlicher Wertvorstellung geboren wurde. Eine Zeit, in der unsere Gesellschaft mehr und mehr politischen Idealen der Vergangenheit verfällt.
Tremors Musik ist politisch brisant. Manchmal ist sie laut wie die Kraft einer Demonstration – manchmal leise, wie die Stille vor dem Sturm.
Beeinflusst von Hard Rock, Punk und Funk finden wir ebenfalls Inspiration in Hip Hop. Die gelungene Kombination der Genres nutzen wir, um eine Stimme gegen das Unrecht zu kreieren.

Eintritt frei!!!

Englisch:
„Tremor is a band born out of the current relapse humanity’s values are undergoing. A flood of dangerous ideals it should never revisit.
Tremor’s music is politically charged. Sometimes loud like the force of a protest – sometimes subtle like the calm before the storm. Drawing influences from hard rock, punk, funk and hip hop, Tremor’s music brings a loud and clear voice against the wrongdoings of our times.“

Fr 15.02.19 21:00 Uhr A Prouder Grief (D)

Postrock/Kraut/Jazz/Kammerindie

 

 

 

 

 

 

Kammermusik, Postrock und Kraut fließen kosmisch dröhnend aus elektrischen Gitarren und Bässen, jambischem Glockenspiel, aus Tasten, Trommeln und Becken. Ein goldenes Boot schaukelt auf den Wogen, leere Häuserkähne ziehen vorüber und ein Cowboy tanzt im 9/8-Takt. Improvisation und Melodie! Donner und Elegie! Mit dem hochgelobten zweiten Album „A Golden Boat“ im Gepäck macht sich das Quartett im erneuerten Klanggewand auf zu neuen Gestaden. Liebe Leute, seid bereit!

Eintritt: 6€

PRESSE:

A Prouder Grief mischen auf ihrem zweiten Album Postrock mit Kammerpop – das erinnert in den besten Momenten an irgendwas zwischen Tortoise und Sigur Rós. (Bayern 2)

Es sind sehr komplexe Songs, die sich langsam Schicht für Schicht aufbauen. Sie bewegen sich ständig zwischen den unterschiedlichen Musikstilen von Folk, Jazz über Pop bis zum Rock. (rcn-Magazin)

Es ist Musik, die fortschreitet. Sie nimmt eine Idee und entwickelt sie, statt sie einfach zu wiederholen.“ Und so verschmelzen auch bei A Prouder Grief Elemente aus verschiedenen Rock-Stilen (Krautrock, Psychedelic Rock …) mit jazzigen und klassischen Anleihen. (Das Blättchen)

A Prouder Grief sind gerüstet zu neuen Aventüren. Und das Boot schimmert golden wie die ebenso reichhaltige wie etwas melancholische Musik, die sich zwischen Postrock und Kammerpop herumtreibt. (Radio Z)

Musikalisch bewegen sich A Prouder Grief nach wie vor zwischen den Genres Post-Rock (45%), Filmmusik (45%) und Math Rock (10%). Vier Songs in 37 Minuten – das könnte eintönig werden, doch dafür nimmt die Musik der Nürnberger zu viele Wendungen, ohne verkopft zu klingen. (Blueprint Fanzine)

Eine Wanderung auf unerforschten klanglichen Pfaden in immer weitere musikalische Höhen. (OX fanzine)

Das maskierte Kollektiv (aus dem Irgendwo) erschuf ein grandioses Potpourri aus Kraut, Kammerpop und Postrock herbeizaubert. Absolute Empfehlung! (NEØLYD)

Do 21.02.18 21:00 Uhr Wolf & Moon (NL/SWE)

Euphorisch-melancholischer Folk-Pop, sphärischer Indie und elektronische Spielereien

 

 

 

 

 

Euphorisch-melancholischer Folk-Pop, sphärischer Indie und elektronische Spielereien: Stefanie und Dennis lernen sich auf einer Party in Utrecht kennen, entdecken die gemeinsame Liebe zur Musik und dem Reisen und gründen das Duo Wolf & Moon. In Schweden begeistern die beiden den Grammy-nominierten Produzenten John Andersson, bleiben kurzerhand für drei Monate in Stockholm und arbeiten gemeinsam am Debütalbum. Inzwischen nach Berlin gezogen, wird im Herbst 2017 die erste EP „Frames“ veröffentlicht. Schnell erobern die Songs die Herzen von Fans, Liebhabern, Radios und Musikblogs und werden hunderttausende Male gestreamt. Im Frühjahr 2018 sind Wolf & Moon zum ersten Mal auf großer Deutschland-Tour, ihr Sound schwebt irgendwo zwischen Angus & Julia Stone und The xx. Bevor am 25.01.2019 das langersehnte und von der Initiative Musik geförderte Debütalbum „Before it gets dark“ via AdP Records weltweit erscheint, schreiben Wolf & Moon mit „Static Pair“ den Titelsong der im Januar 2019 stattfindenden Game-of-Thrones-Ausstellung „Unseen Westeros“. Und natürlich – wie könnte es anders sein – sind Wolf & Moon weiter in der ganzen Welt live zu sehen und zu hören – ob im Dezember in Australien, im Januar in Großbritannien oder ab Februar wieder in Deutschland.

Eintritt 6€

Fr 15.03.19 21:00 Uhr Nele Needs A Holiday (BE) & Awkward I (NL)

Pop, Lo-Fi 

„Love Yeah“, Nele Needs A Hollidays zweite Platte, ist ein interplanetarisches und unromantisches Konzeptalbum über das Thema der Themen: Die Liebe.

Nele Needs A Holiday

Eine außerirdische Forscherin kommt zur Erde, um das größte Rätsel des Weltalls zu lösen. Love Yeah, Nele Needs A Hollidays zweite Platte, ist ein interplanetarisches und unromantisches Konzeptalbum über das Thema der Themen: Die Liebe. Nele widmet sich voller Leidenschaft an ihrer Forschungsaufgabe und verliebt sich ständig. Das Ergebnis ist ein Album, dass sich mit allen Facetten der Liebe auseinandersetzt, auch mit denen, die Liebende am liebsten unter den Teppich kehren würden. Es geht um zweifelhafte Liebesaffären, herzzerreißenden Liebeskummer und den Moment, in dem man seinen eigenen Partner nicht mehr ausstehen kann.

AWKWARD i

Awkward i ist das Pseudonym des holländischen Singer/Songwriters Djurre de Haan. Unter diesem Namen hat De Haan mittlerweile drei Alben veröffentlicht. Sein Debut, I Really Should Whisper war eher kompliziert und Lo-Fi, das Zweitalbum Everything on Wheels war hingegen kunstvoll, blumiger und mehr studio-orientiert. Sein nun folgendes drittes Album KYD vereint das Beste der beiden Vorgänger-Alben, bindet den Zuhörer mit seiner bescheidenen Art des Humors ein, unkonventionell aber auf den Punkt gebrachte Überlegungen werden mit der Vorliebe, volltönigen Pop mit Lo-Fi Eigenartigkeiten zu mischen in Einklang gebracht.

Eintritt: 6€

-INFO Künstler-
https://soundcloud.com/neleneedsaholiday
https://youtu.be/HOKZe1LtpOw
http://showcase.fm/awkwardi
https://www.facebook.com/AWKWARDi/
https://www.facebook.com/NeleNeedsAHoliday/

Do 21.03.19 21:00 Uhr Sama Dams (US)

Die Musik von Sama Dams beraubt Sie auf höchst virtuose Art – sie raubt Ihnen Ihr Zeitgefühl und lässt Sie sich wundern, wie lange Sie in Sound, Rhythmus und Äther versunken waren.

 

 

 

 

Mit ihrer vierten Veröffentlichung „Say It“ – veröffentlicht auf Friendship Fever am 2. März – tritt Lisa Adams aus dem Hintergrund hervor und liefert überzeugenden Gesang in ihrem Fanfarensopran zusammen mit ihrem Partner Sam und dem stark texturierten Schlagzeug von Chris Hermsen.

Nahezu als Antwort auf die gedämpfte Ambivalenz, die Bewegungen aus dem früheren „Comfort in Doubt“ der Band markiert, zeigt sich das Trio bei „Say It“ durchgängig auffallend kühn, sowohl musikalisch als auch thematisch. Sam sagt dazu: „Es geht darum, bei allem, was wir denken und fühlen, ehrlicher zu sein.“

Die Inspiration kam von einem Jahr, in dem wir beobachteten, wie Stille eine Unordnung der Liebe in Freundschaften im Umfeld der Band erzeugte. „Etwas scheint nicht in Ordnung zu sein, man schnüffelt etwas,“ sagt Sam. Man gesteht sich nicht ein, dass es existiert, und indem man ein kleines Problem nicht beachtet, erlaubt man, dass es wächst.“ „Wozu braucht man Taschen, wenn sie leer sind?/Füll sie mit Dingen, die Du gegen mich benutzt,“ singt Lisa auf dem ersten Track des Albums, und fasst damit kurz und prägnant den einer scheiternden Beziehung zugrunde liegenden Krieg der Zermürbung zusammen.

Die groovende Kantigkeit, das Markenzeichen der Band sorgt für noch mehr Punch, wenn sie, in Tracks wie „Driving By“, mit direktem Pathos gebündelt wird. In der Verschmelzung der jammernden Mischung des Kollegen aus dem Mittelwesten, Billy Corgan, in seinen besten Zeiten mit dem coolen Synthesizer Hunderter geliebter Soundtracks der 1980-er nimmt Sama Dams ihren deutlich ausgeprägten unerwarteten Sound in das Territorium der Hymnen und das machen sie kühner und empfindlicher Authentizität.

Das Album fühlt sich nach einem Entwicklungsroman für die Band an, die seit ihrem Beginn 2012 in Portland, Oregon komponiert und von dort aus auf Tournee geht. Nachdem sie ihre Zelte zuerst in einer Zeit und an einem Ort aufgeschlagen hatten, als sich alles um die folkige Fusion von Bands wie The Decembrists drehte, beansprucht Sama Dams nun einen bevorzugten Platz in einer Musikszene, die viel kantiger und vielseitiger ist als der Pazifische Nordwesten selbst.

Die Adams, die beide proaktiv die kreative Partnerschaft im Herzen der Band fördern, suchen permanent sowohl außerhalb als auch innerhalb neue Inspirationen. Seit der Veröffentlichung ihres ersten Albums in voller Länge sind sie unermüdlich im In- und Ausland getourt und haben dabei ihre beidhändige Live-Performance zu einer seelenvollen Leichtigkeit weiter entwickelt, die über die Komplexität der Musik hinweg täuscht. Ihre dynamische Kraft ist ansteckend. Sie bringt Nebenprojekte Schreibexperimente hervor, die sich über Staaten und Genre hinweg erstrecken.

Eintritt: 6€

Fr 29.03.19 21:00 Uhr Yippie Yeah (D)

Irgendwo zwischen ehrlicher Suche nach Lebenswertem, wiederkehrenden Kicheranfällen und apokalyptischen Endzeitgedanken kreieren Yippie Yeah ihr kleines musikalisches Universum. Gespielt auf Tasten, Saiten und Fellen, gesungen auf deutsch und auf englisch.

Irgendwo zwischen ehrlicher Suche nach Lebenswertem, wiederkehrenden Kicheranfällen und apokalyptischen Endzeitgedanken kreieren Yippie Yeah ihr kleines musikalisches Universum. Gespielt auf Tasten, Saiten und Fellen, gesungen auf deutsch und auf englisch. Marlène Colle kennt man eigentlich vom Tanz, Peter Bartz eigentlich von Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi, Kristina Koropecki eigentlich von Mark Bérubé und Agnes Obel. Aber sie haben sich heimlich getroffen.

Eintritt frei!!!

Fr 05.04.19 21:00 Uhr Dingoes Ate My Baby (D/US)

Dingoes Ate My Baby machen keine Folkmusik, obwohl sie mit ihrer Besetzung nun wirklich eine Folkband sind.

 

 

Der Weg ist das Ziel.

Dingoes Ate My Baby machen keine Folkmusik, obwohl sie mit ihrer Besetzung nun wirklich eine Folkband sind. Doch oft sind herkömmliche Songstrukturen zu eng und gewohnte Konzertsituationen zu ritualisiert. Dingoes Ate My Baby wollen weiter gehen. So spielt diese Post-Folkband Musik zwischen knackigen Songs und ausladenen zehnminütigen Instrumentalstücken, zwischen Jazz, Post Rock, Americana und experimentellen Klängen – Immer hungrig, immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung, immer schon mit der nächsten Frage in der Hinterhand. Konzerte sind eingebettet in Live-Tape-Recordings für das Publikum und in selbstgebaute Lichtinstallationen.

Es wird gejammt, penibel ins Detail komponiert, es ist wild, es ist laut, es ist atmosphärisch und still.

Mi 11.04.19 21:00 Uhr Marius Ziska (FO)

Eine fesselnde musikalische Geschichte aus dem hohen Norden

Drei Jahre ließen sich Färinger um Marius Ziska mit der Produktion eines neuen Albums Zeit. Drei Jahre, in denen die Bandmitglieder mit einigen positiven wie auch negativen Schicksalsschlägen umgehen mussten. Jahre, in denen jeder auf seine eigene Weise gereift ist. Doch beginnen wir am Anfang. War „Recreation“, das erste Album des damaligen Quartetts aus dem Jahr 2013, noch ein rein englischsprachiges Album, entschied man sich bereits auf „Home/Heim“ (2015) dazu, 50% der Songs auf färöisch zu singen. Für „Portur“ (dt: Pforte) ging die Band nun den einzig konsequenten Weg und verfasste alle Songs in ihrer Muttersprache. Zudem erweiterte man die Formation um Bassist Mikael Blak, der u.a. auch für die Grande Dame der Färöer Inseln, Eivør, den Bass betätigt. „Portur“ entstand unter der Grundannahme, dass Menschen einer inneren und einer äußeren Realität ausgesetzt sind, wobei die fünf Sinne als Tore zwischen diesen beiden Realitäten fungieren. Dabei zieht sich die Beobachtung von Menschen und ihr spezieller Umgang mit Sinneseindrücken wie ein roter Faden durch das gesamte Album. Die Komplexität des menschlichen Wesens. Die Songwriter werfen ein Licht auf die Komplexität, die Schwierigkeit, ein moderner Mensch zu sein. Einige Songs kommen daher nahezu lieblich daher, während andere Nummern von Frustration geprägt sind. Im Song „Góðvarin Mynd“ (dt: „Naives Bild“) geht es um den Wunschtraum von einer Welt voller Unschuld und Frieden, in der jeder genau der Mensch sein kann, der er sein möchte, während sich das Lied „Vald“ (dt. „Macht“) der Tatsache widmet, dass ein großer Teil der Menschheit von rücksichtlosen Diktatoren, Großkonzernen usw. kontrolliert werden. Ein ambitioniertes Projekt – sowohl textlich als auch musikalisch. Produziert wurde „Portur“ von Mikael Blak, der es gemeinsam mit der Band geschafft hat, einen modernen und experimentellen Sound zu kreieren. Die Texte wurden, wie auch schon auf „Home/Heim“ von Hans Jacob Kollslíð verfasst. Für das Mastering gewann man Greg Calbi (Tame Impala, War On Drugs, Arcade Fire).

Eintritt 6 €

Do 18.04.18 21:00 Uhr Spirit Award (US)

Die in Seattle beheimatete Band SPIRIT AWARD ist bekannt für ihre einzigartige Mischung aus Stereo-Gitarren, atemberaubend stimmungsvollen Klanglandschaften auf einer treibenden Drum & Bass-Grundlage.

 

Die in Seattle beheimatete Band SPIRIT AWARD ist bekannt für ihre einzigartige Mischung aus Stereo-Gitarren, atemberaubend stimmungsvollen Klanglandschaften auf einer treibenden Drum & Bass-Grundlage.

Während das Trio dafür bekannt ist, eingängige psych Momente zu erzeugen, scheint es keine berechenbare Formel für ihren Schreibstil zu geben. Dennoch haben Daniel Lyon, Chris Moore und Terence Ankeny, ein gemeinsames Ziel: einen Sound mit Charakter und Authentizität zu schaffen.

Nach dem Erfolg ihres Debütalbums „Neverending“ sind Spirit Award bereit für ihr nächstes Kapitel mit der heiß erwarteten Veröffentlichung von „Muted Crowd.“

Das Album wurde produziert von Trevor Spencer (Father John Misty, Fleet Foxes) und bezieht seine Inspiration aus Seattle – einer sich ständig wandelnden Stadt, in der Musiker und Künstler andauernd ums Überleben kämpfen. “Muted Crowd” unterstreicht den charakteristischen Klang der Band und bietet mit seinen einhüllenden Landschaften eine beruhigende Szenerie.

Ankeny gibt zu: ″Unsere Einflüsse waren in letzter Zeit sehr unterschiedlich – Post Punk, Krautrock und 70er Jahre Punk, um nur einige zu nennen. Ich denke, wir versuchten viel mehr als beim letzten Album, verschiedene Klänge zu vermischen. Wir tauschten Instrumente aus und fügten neue Klänge und Ideen hinzu, die wir noch nie vollständig erforscht haben.″

Die Leadsingle „Supreme Truth“ enthält die Einflüsse der frühen New Order, Can und Brian Eno, wobei sie psychedelische Melodien und unberechenbar-flüchtige Gesangsstimmen hervorhebt. Thematisch basiert die Single auf dem japanischen Todeskult „Aum Shinrikyo“ unter der Leitung von Shoko Asahara. Er rekrutierte die Reichen sich seiner Sekte anzuschließen und durchführte 1995 einen Giftgasanschlag in der Tokioter U-Bahn. Nachdem sie von Kulten, Institutionen und Religionen fasziniert waren, ermitteln die Musiker wie leicht es sein kann, sich in etwas ganz zu verlieren, wenn das alles ist, von dem du umgeben bist.

Eintritt frei!!!

Mi 24.04.18 21:00 Uhr Black Sea Dahu (CH)

Die gesamte Reise – denn danach fühlt es sich an – ist eine kiesige und staubige, aber reich orchestrierte und filmische Lesart urbaner Folk-Ästhetik.

 

 

 

 

 

White Creatures – das Debütalbum von Black Sea Dahu – ist genau die Art von Platte, die deine innere Architektur neu ordnet und die dich letztendlich die Welt und dich selbst in einem neuen Lichte betrachten lässt. Wenn du es zulässt. Drückt man auf Play, begibt man sich im Grunde auf die Suche nach einer Vision, betrachtet man eine Darstellung menschlicher Verfassung, gleich einem Röntgenbild, so wie Sängerin und Songwriterin Janine Cathrein sie erlebt. Die gesamte Reise – denn danach fühlt es sich an – ist eine kiesige und staubige, aber reich orchestrierte und filmische Lesart urbaner Folk-Ästhetik. Die Arrangements, durchweg riesig, unterstützen und verstärken das sorgsam abgestimmte und emotional getränkte Songwriting – so wie man es eigentlich eher von Künstler_innen mit umfangreichem Oevre erwarten würde. Black Sea Dahu dagegen startet gerade erst.

White Creatures wurde über einen Zeitraum von vier Jahren geschrieben und dann in einem abgelegenen Studio in Giske, Norwegen, in 17 konzentrierten und intensiven Tagen aufgenommen. Janine erinnert sich, dass „(…) die meisten Sessions zwischen 15 und 20 Stunden dauerten. Ich musste mich völlig bloßlegen, um diese Gefühle rauszulassen und spätestens nach 10 Tagen Aufnahme wird man einfach verrückt!“ Tatsächlich war kreativer Wahnsinn eine Konstante während des gesamten Prozesses. Produzent und Engineer Gavin Gardiner (The Wooden Sky) brachte zudem einige unorthodoxe Methoden ins Spiel, um die Band „in the zone“ zu bringen. Einmal wurde die ganze Gang losgeschickt, vor Ort eine Hochzeit zu sprengen. Sie wurden sofort entdeckt und rausgeworfen, aber das hat die gesamte Energie im Studio verändert! Ein anderes Mal wurde Janines Schwester Vera angehalten, auf einem Hocker zu stehen, während sie im völlig dunklen Studio eine Sonnenbrille trug, direkt vor ihrem Gesicht ein Stroboskop aus einem Handy, was ihr schließlich beim Take einer speziellen Gitarrenlinie half. Um den Zauber des Augenblicks einzufangen, wurden Gesang und Hauptinstrumente live direkt auf Band aufgenommen – mit einigen behutsamen Overdubs und Texturen, die später hinzugefügt wurden.

In Singer/Songwriter-Tradition ist White Creatures nicht nur ein sehr persönliches Dokument, sondern auch ein sehr intimer wie großzügig angelegter und einladender Raum. In ihn einzutreten ist wie einer alchemistischen Verwandlung beizuwohnen, ja, daran teilzunehmen: Alles Alltägliche wird verzaubert. White Creaturessickert in die erwachende Wirklichkeit. Die festen, konzeptuellen Grenzen zwischen Stadt und Natur lösen sich völlig auf (sie waren nie wirklich da, um genau zu sein). Die Welt wird eins, wenn auch nur vorübergehend und als Versprechen. Zeit und Raum fallen in sich zusammen, Erinnerungen überlagern sich mit dem unerschöpflichen Strom des unersättlichen und mächtigen Jetzt. Die steinigen, bluesigen Elemente des Lebens – die Unzufriedenheit, die Einsamkeit, Kummer, die gelegentliche Taubheit des Geistes; was wir sonst als die hässliche Seite des Lebens betrachten – werden plötzlich sowohl kostbar als auch schön. Sie werden nicht nur erträglich, sondern zu einem Portal hin zu persönlicher Ekstase. Das Leben als Kunst und umgekehrt. Was es braucht, um dorthin zu gelangen, erfordert die selbstvernichtende Offenlegung und die totale Hingabe der Künstlerin – und auf White Creatures gibt es nichts als eben das!

Eine bunte, Merry Prankster-mäßige Gang, hat Janine Cathrein geholfen, ihre klangliche Vision zu verwirklichen: Simon Cathrein (ihr jüngerer Bruder, gelernter Forstwart, Cellist, Perkussionist und Keyboarder), Vera Cathrein (ihre ältere Schwester, Zeltnäherin, Gitarristin und Bassistin), Paul Märki (Stadtnomade, gelernter Polygraf, Gitarrist und Bassist), Nick Furrer (Barista, Schlagzeuger, Perkussionist), Ramon Ziegler (Lehrer, der Mann für Piano und Keyboard). Und je nach Gelegenheit findet sich diese Crew/Familie in immer unterschiedlicher Form zusammen, um die Musik von Black Sea Dahu aufzuführen; als Duo, als Quintett, oder einfach alle zusammen. Zum Schluss noch einige Worte über Janine Cathrein selbst. Sie ist eine Dichterin in Klang und Wort, eine Visionärin, Homedelivery Disponentin und eine höllische Fahrradkurierin. Sie ist außerdem bekannt dafür, selbstgemachte Erdbeermarmelade und Chili-Öl gegen Gitarren-, Schlagzeug-, Tasten-, Bass- und Gesangsunterricht einzutauschen.

Eintritt: 6€

Mi 24.04.19 21:00 Uhr Lingby (D) im Rahmen des Weekenders

Dass Lingby nicht schon längst zur Crème de la Crème der deutschen Indieszene gehören, ist eine Frechheit. Dass sie beharrlich dabei bleiben, eine umso größere Freude. Rock raus, Melancholie rein, könnte das Motto ihres neuen Albums lauten, auf dem Judith Hess diesmal als alleinige Frontfrau durch ein trauriges Kapitel ihres Lebens führt. Von zartem Indielectro untermalte Waldhornelegien – so dunkel und schön wie ein schwarzer Schwan.“

Oliver Minck (Wolke, die Sonne, Popdolmetscher)

Lingby legen ihre dritte Studioproduktion vor – „Silver Lining“ ist das persönlichste und ausgereif- teste Album der Kölner Band. Die neun Songs sind Ausdruck eines schweren Verlustes. Eine Drama- turgie aus hinreißenden Melodiebögen führt den Hörer zum Kern: Die Verarbeitung des Erlebten in tonaler Form, hingebungsvoll und kraftschöpfend zugleich.

Die Wucht des Lebens – und dann die Stille. Lingby setzen dieser Stille ein Konzeptalbum von kraftvoller Schönheit entgegen, das diese Stille nicht bekämpft, sondern sie innerhalb eines musikalischen Dialogs in die Klangtiefe überführt. Versöhnlich und außerordentlich berührend. Dass Lingby die Fähigkeit besitzen, zeitlos schöne Indie-Popstücke zu schreiben, bewiesen sie auf dem Vorgängeralbum „Twist and Turn“ (2015). Nun also folgt der nächste künstlerische Entwicklungsschritt. Ein Album, das in feiner, intuitiver Erzählstruktur langsam in die intimsten Bereiche vordringt. Verletzlich, mit schwelgerischer Introvertiertheit, vor allem aber entkoppelt von Erwartungen kreieren Lingby eines der aktuell schönsten Werke der deutschen Indie-Landschaft.

Ausgeprägter ist diesmal die Synthiedichte, aber die stilbildenden Elemente der Band bleiben erhalten: Immer noch verwebt die Formation den mehrstimmigen Gesang und die Bläsersätze der Heß- Schwestern zu einem orchestralen Band-Erlebnis. Aus der Klassik kommend, entwickeln Judith und Carmen Heß eine musikalische Sprache, die mithilfe von kompositorischer Präzision ihren Bestimmungsort im Indie-Pop findet. Dies gelingt im Zusammenwirken mit dem exzellenten Gitarrenspiel von Willi Dück, der – anders als bei den vorherigen Produktionen – mit seinen Gesanganteilen eher im Hintergrund agiert, und mit dem Schlagzeuger Martin Steinke, dessen Spiel und dessen Gesangsanteile sich durch eindringliche Reduziertheit auszeichnen.

Gemischt wurde „Silver Lining“ von Olaf Opal. Auch sein Anteil am Klangbild ist unverkennbar. „Mit Olaf zu arbeiten, war ein langgehegter Traum, alleine schon, weil er die vielen Notwist-Platten gemacht hat, die für uns wirklich sehr prägend und inspirierend waren“, so Carmen Heß. Ein sehr großer Teil des Albums ist in den Wohnzimmern der Bandmitglieder entstanden, dieser intime Rahmen ist immer hörbar. „Silver Lining“ zelebriert Soundschichtungen und aufgelöste Songstrukturen, findet aber dennoch stets den Weg zur Hook, zur Griffigkeit. Das Erlebte und Reflektierte erklingt besonders in der ersten Hälfte der Platte in einer morbiden Düsterheit, die an den späten David Bowie erinnert – die Hoffnung allerdings bleibt durchgängig fühlbar. Die musikalische Referenzen von Lingby sind unverändert vielfältig: Hanne Hukkelberg, Portishead, Massive Attack, My Bloody Valentine, Unkle, Beak, Björk, Radiohead, Sigur Ros – aber auch Mahler, Ligeti und Bach.

Silver Lining“ zeichnet als Konzeptalbum einen Trauer- und Verlust-Prozess nach. Das Eröffnungsstück „Morning Prayer“ klingt als idyllische, aber auch bittersüße Retroblase. Es folgt „Surrender“ als düsteres Psychogramm und mit der auskomponierten Limbus-Zwischenwelt in „Noplace“ der Wechsel in die Ich-Perspektive. Je weiter der Hörer dem Erzählfluss des Albums folgt, desto deutlicher wird, dass Lingby musikalische Trauerarbeit in kaskadierter Form leisten. Zärtlich manövriert Sängerin Judith durch das Spannungsfeld zwischen tiefster emotionaler Bindung („You“) und der zeitweisen Entfremdung von sich selbst („Someone in my skin“). In der zweiten Hälfte des Albums verschärft sich die Dringlichkeit: das treibende „Composure“ thematisiert die Angst vor weiteren Verlusten, „Heaven“ wagt als Sequenz der Ruhe den Blick ins Metaphysische und „Redeem The Day“ fokussiert den Auftrag im Jetzt. Alles mündet schließlich im finalen Titelstück „Silver Lining“ – dem noch immer traurigen und erschöpften, aber auch friedvoll zur Ruhe kommenden Epilog. Fragil und wunderschön.

Kay Lehmkuhl

 

Fr 03.05.19 21:00 Uhr Sheer Invention & Orvo (D)

Fr 24.05.19 21:00 Uhr Jo Aldingers Downbeatclub (D)

Mi 29.05.19 21:00 Uhr Yes We Mystic (CAN)

Fr 07.06.19 22:00 Uhr Fuego-Aftershow mit DJ-Team Heckhorn

Sa 08.06.19 22:00 Uhr Fuego-Aftershow mit MOZAH (D)

Bei fetter Brass Action, gepaart mit BoomBap Beats und hochversiertem Rap von Frontmann Heen blasen sie dem Zuhörer das Smartphone aus der Hand, die Schminke aus dem Gesicht und reißen hemmungslos jeden Hintern vom Hocker.

 

 

Kennengelernt haben sich die 9 Jungs von MOZAH in ihrem früheren beruflichen Umfeld als Models für Bademoden. Da der Hype um haarige Bierbäuche in letzter Zeit etwas nachgelassen hat, entschieden sich die „Backstreet Boys des PostPop-Deutschlands“ (Zitat: Angela Merkel) dazu, dicke Blechkannen in die Hand zu nehmen und die lauteste Band der Welt zu werden. Sexy!

Bei fetter Brass Action, gepaart mit BoomBap Beats und hochversiertem Rap von Frontmann Heen blasen sie dem Zuhörer das Smartphone aus der Hand, die Schminke aus dem Gesicht und reißen hemmungslos jeden Hintern vom Hocker.

Jetzt benannte auch noch Wolfgang Amadeus Mozah seine berühmten Kugeln nach dieser, wie er sagt, „1 nicen Band. Einfach lit!“

Publiziert am von k.fischer | Kommentare deaktiviert für aaltra chemnitz