Nun, ein herzliches HALLO auf dieser Seite vom aaltra. Hier kann man lesen, sehen und hören, was demnächst so alles los ist:

JUHUUU!!!

Man kann sich wieder in den Biergarten setzen und das tun können, was getan werden muss…

*aber hier noch leider nötige Hinweise (Stand 28.07.21)

  • das Tragen einer MNS im Gebäude ist empfohlen

Ansonsten seid ihr ja sicher auch über die aktuelle Lage informiert und handelt dementsprechend, damit das alles hier irgendwann nicht mehr notwendig sein wird…

Das ist das Radio aaltra:

Veranstaltungen:

3 Tage HACH OpenAir

Teil des Cultursommers

Hach gugge, kaum ist diese seltsame Zeit vorbei, schlunzt sie um die Ecke. Die gute alte Livemusik.

Diese habe ich eingeladen, jeweils einmal von nah und einmal von fern.

Zackig und zart dargeboten ergießt sie sich wohlig ummulmend über das Publikum, welches dann hoffentlich ergriffen von ihrer Energie und Grazie frohlockend jubiliert und in sich hineinmurmelt:

“Hach ist das nicht schön?”

Und damit die lieben Nachbarn nicht grummeln

“Hach, ist das ein Krach!” ist Veranstaltung 22 Uhr zu Ende

Mi 04.08.21 3 Tage Hach OpenAir

Tag 2 – Der Anfang (Chemnitz) – Black Sea Dahu (Schweiz)

19 Uhr bis 22 Uhr

Der Anfang:

Zarte Klaviertöne, eine sanfte Frauenstimme und eine elektronische Gitarre malen Bilder einer melancholisch-verträumten Welt. Musikalisch verortet sich die Band am ehesten im Bereich Singer-Songwriter mit einer guten Portion Rock und hier und da einem Chanson-Einschlag.

Black Sea Dahu:

Verwurzelt in rohem leidenschaftlichen urbanen Folk entstanden kraftvolle, vielschichtige Arrangements, emotional noch direkter und noch aufschlussreicher und fordern vollständige Hingabe und Aufmerksamkeit.

Eintritt frei (Hut geht rum)

Einlass: 19 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr

Bereits gekaufte Tickets für das Black Sea Dahu – Konzertes, welches ursprünglich 2020 im Atomino stattfinden sollte, können über Reservix zurückgegeben oder gespendet werden.

Der Anfang:

Der Anfang ist ein deutschsprachiges Duo aus der Stadt Chemnitz. Zarte Klaviertöne, eine sanfte Frauenstimme und eine elektronische Gitarre malen Bilder einer melancholisch-verträumten Welt. Musikalisch verortet sich die Band am ehesten im Bereich Singer-Songwriter mit einer guten Portion Rock und hier und da einem Chanson-Einschlag. Die Lieder sind melodiös und gefühlsbetont – mit einer Prise Romantik und einigen überraschenden musikalischen Wendungen.

Der Anfang im Jahr 2016, damals noch als Solo-Projekt von Sängerin Oase Sommer. Die Musik lag einige Jahre auf Eis, doch seit Januar 2020 tut sich etwas! Ein langjähriger Freund der Sängerin namens Chris, seines Zeichens Pianist, trat der Band bei. Seitdem pimpt er die Songs mit abgefahrenen Harmonien und einem Drum-Computer auf. Derzeit arbeiten die Beiden gemeinsam an Liedern für ihr erstes Album.

Black Sea Dahu:

Zu ertrinken kann auch eine Form der Kapitulation sein. Du wählst, immer tiefer ins Wasser zu waten, und lässt dich dann von den Wellen verzehren, unterwirfst deine gesamte Existenz ihrer zähen und unnachgiebigen Kraft. Denn es gibt nichts, was dich wieder an Land erwartet. „No Fire In The Sand“, die Folge-EP zum hoch gelobten Debütalbum „White Creatures“ von Black Sea Dahu, handelt von dieser Art von Resignation. Von diesem besonderen post-Beziehung / Tiefwasser – Trauma; gezeichnet mit pointillistischer und poetischer Genauigkeit. Die Musik ebbt an und fließt zwischen Verleugnung, Schuld, Wut, Qual und Selbstmitleid. Aber die Fähigkeit, der Wille und der Drang, über diese qualvollen Wahrheiten zu sprechen, wirkt auch seltsam ermächtigend.
Wie sein Vorgänger entstand „No Fire in the Sand“ im einem abgelegenen Studio auf der wunderschönen norwegischen Insel Giske, wieder von Gavin Gardiner (The Wooden Sky) aufgenommen und produziert. Die Musik ist nach wie vor im rohen, leidenschaftlichen, urbanen Folk verwurzelt, der auch schon auf „White Creatures“ zu hören ist. Dieses mal allerdings noch intensiver. Etwas dunkler, etwas tiefer. Einige der Stücke sind explosiver. Und obwohl die Arrangements kraftvoll und vielschichtig bleiben, sind diese neuen Stücke emotional noch direkter und noch aufschlussreicher. Und fordern vollständige Hingabe und Aufmerksamkeit.

https://www.blackseadahu.com

 

Mi 18.08.21 20.00 Uhr Jaackpot-Raaten – Kneipenquiz – draußen, nicht drinne

Jaackpot-Raaten im aaltra Das erste Chemnitzer Kneipen-Quiz mit Jackpot: Zur Beantwortung stehen 40+x Fragen, die in Teams von bis zu vier Mitgliedern mit jeder Menge unnützen Wissens gelöst werden wollen. Jede/r Mitratende zahlt zwei Euro – Basis für den Jackpot, den am Ende des Abends das beste Team einstreicht.

Start 20 Uhr.

Fr 20.08.21 3 Tage Hach OpenAir

Tag 3 – Jens Ausderwäsche (Chemnitz) – Fritzi Ernst (Hamburg)

19 Uhr bis 22 Uhr

Jens Ausderwäsche:

Experimental-Pop von Jens (Baumarkt, Projekt Hässlich), der nach Punk klingt und trotzdem irgendwie eingängig ist.

Fritzi Ernst:

Solodebüt der Schnipo Schranke Künstlerin, Irgendwo zwischen Depression Pop und Pop Depression. Und zwar auf diese gute Weise, die viele machen wollen, aber nur ganz wenige können: So, wie man’s noch selten gehört hat. Minimalistischen Arrangements die exakt richtige Kulisse für Texte bieten, die so unprätentiös wie möglich daherkommen

Eintritt frei (Hut geht rum)

Einlass: 19 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr

 

 

Jens Ausderwäsche ist eine Experimental-Pop-Künstlerin aus Chemnitz, die nach Punk klingt. 2018 erschien ihr erstes Demo-Album „Barbaren“ als reines Digital-Release.

2020 ihr Debut Album „DIR“, als Konzeptalbum, das sich thematisch der Verarbeitung persönlicher Schicksalsschläge widmete auf Kassette. 2021 erscheint nun am 17. Juli das Nachfolgealbum „MIR“. Bei dem Album hat sie bewusst mehr Zeit beim Schreiben der Songs verbracht und mehr Wert auf Eingängigkeit gelegt.

Auf den 9 Liedern führt sie die Handlung des Vorgängers lose weiter. Das Release ist als zweiter Teil einer Trilogie angelegt. Im April erschien bereits die Single „Krokus“ über das Hauslabel „RÖ13Records“ digital. „MIR“ wird via dem Chemnitzer Tape Label IN:EX in exklusiver Auflage auf Kassette veröffentlicht. Und via Rö13 Records auf CD. Jens ist außerdem Teil vom „Baumarkt“ und „Projekt Hässlich“ sowie mehreren anderen kleinen Bandprojekten.

Rö13Records ist ein buntes Experimental-Pop-Kollektiv aus Chemnitz und Umgebung, das ambitioniert genug ist, sich selbst zusätzlich noch das „Label“-Label anzuheften. Die Formation existiert seit 2018 informell und hat sich organisch aus Interaktionen in und um die Chemnitzer Musikszene entwickelt. Künstlerisch/Inhaltlich werden innerhalb des Labels keine Grenzen gesetzt. Als roter Faden zieht sich aber eine geteilte Vorliebe fürs Experimentieren und Popmusik durch unseren bisher entstandenen Output. Das macht sich auch darin bemerkbar, dass dem Grundtenor der Musik von Rö13Records eine gewisse expressive Grundnote anhaftet – eine Punkbasis, aber auch eine Affinität zu poppigen, eingängigen Melodien mit Ohrwurmcharakter.

Fritzi Ernst:

Keine Termine, also. Um den naheliegenden Gag gleich zu Beginn abfrühstücken: Ja, es stimmt, seit über einem Jahr ist Pandemie und Fritzi Ernst veröffentlicht “Keine Termine”. Da ist sie natürlich in gewisser Weise nicht allein. Und wo wir schon beim Frühstücken sind: Ja, “Keine Termine” ist gleichzeitig Fritzi Ernsts Solodebüt nach dem Ende von Schnipo Schranke vor zwei Jahren.

Schnipo Schranke, die alte Band von Fritzi Ernst, sangen “über Pisse und Sperma, doch der eigentliche Star in ihren Liedern [war] nicht der Pipi-Kaka-Humor sondern Versagens-Ängste, Depressionen und Psychosen” (detektor.fm) und landeten nicht nur wegen der Über-Single “Pisse” in sämtlichen Jahrescharts, auf der Rock am Ring-Bühne, in ausverkauften Hallen, mit einer eigenen Kolumne im Musikexpress und bis heute in den Herzen aller Indie Pop-Fans. 2019 war Schluss für Schnipo Schranke und die Reise des Duos endete nach sieben Jahren und zwei Alben zum großen Bedauern von Fans und Feuilleton. Und nicht zuletzt von Fritzi Ernst selbst. Doch wie das nunmal so ist bei Trennungen: Manchmal setzen sie auch Power frei. Zum Beispiel die Art von Power, mit der man dann plötzlich eine Klavierbau-Ausbildung beginnt. Rückblickend war es vielleicht einer dieser berühmten goldenen Umwege: nämlich der, auf dem sich Fritzi Ernst den nötigen Mut erarbeitete, um wieder Musik machen, als Künstlerin aufzutreten und ihr Solodebüt veröffentlichen zu können.

Und das kann man gut hören. Denn schon mit den ersten sehr entschiedenen Klaviertönen des gleichermaßen als namensgebende Single als auch Album-Opener fungierenden “Keine Termine” schwant einem: Dieses Album ist unique: “Alle wollen was erleben. Ich könnt’ mich übergeben.” Keine Termine nicht nur als Zustandsbeschreibung, sondern als wünschenswertester aller Zustände, als happy place. Ein musikgewordener Freitagabend daheim, während man bei billigem Rotwein die nervigen Nachrichten aller Freund:innen, die noch “unterwegs” sind und einen zum Feiern überreden wollen, ignoriert. “Jede Sekunde ein Genuss, wenn ich nichts machen muss.” Die Stimmung ist schon einmal gesetzt: Ein Song wie das Gegenteil einer Party, aber – und man kann es leider nicht anders sagen – eben auch über und mit dem ehrlichen Fun am Musikmachen.

Wie zum Beispiel auch in “Trauerkloß”, einer Reise zurück zum ersten Schultag. Doch statt kindlicher Vorfreude und volle Schultüten erwartet uns hier vor allem: Müdigkeit. Und Angst “Ich war doch immer brav, Mama? Darf ich zurück in meine Schlafkammer?” Motivationstechnisch ist hier sicher noch Luft nach oben, in puncto Coolness gilt aber schon in der Grundschule: “Erster Schultag, letzte Bank.” Doch die Coolness kommt mit sichtbaren Bruchstellen, denn schon mit der Einschulung liegen die “Nerven blank”, vor allem wenn man zu allem Überfluss auch noch von “30 Gören” angestarrt wird und mit “Name sagen” dran ist. Ein Lied wie aus der Feder vom schlechtgelaunten Zwillingsbruder von Rolf Zuckowski und dessen Refrain sich im Kopf festsetzt, vielleicht direkt neben den eigenen Grundschulerinnerungen, und dort fürs Erste bleibt.

So wie die anderen Songs auf “Keine Termine” eigentlich auch, die nicht nur alle gemeinsam mit Ted Gaier von Die Goldenen Zitronenproduziert worden sind, sondern allesamt auch in sehr unterschiedlichen Phasen in Fritzi Ernsts Leben entstanden sind und zum Teil noch in die Schnipo Schranke-Zeit zurückreichen. Doch auch wenn das wundervolle Artwork in Notizbuch-Optik (Danika Arndt) es möglicherweise vermuten lässt: Ceci n’est pas un Tagebuch. Sondern vielmehr eine extrem verdichtete, oftmals introspektive Sammlung von Songs, die von Erinnerungen und Erlebnisse, Ängsten und Depressionen und, natürlich auch das, vom Anfang und Ende der Liebe erzählen. Irgendwo zwischen Depression Pop und Pop Depression. Und zwar auf diese gute Weise, die viele machen wollen, aber nur ganz wenige können: So, wie man’s noch selten gehört hat. Denn wer zum ersten Mal “Ich sehe in den Abgrund, ich sehe in den Schlamm, ich sehe den Rubin und ich mag dich, Mann” (“Den Rubin”) hört, kommt nicht mehr hinter das Wissen zurück, dass da jemand gegen jede Wahrscheinlichkeit doch noch ein neues Gefühl zwischen Hoffnung und Verzweiflung entdeckt hat. Und dann grätscht auf einmal auch noch dieses Harmonium rein, eines der wenigen Instrumente neben den Klavieren auf dem Album, und das Fritzi Ernst spontan an einem verregneten Sonntagnachmittag aufgenommen hat, als “Den Rubin” eigentlich schon fertig war. Gänsehaut, aber von der unironischen Sorte.

Musikalisch bieten die meist minimalistischen Arrangements die exakt richtige Kulisse für Texte, die so unprätentiös wie möglich daherkommen – kein Text über Musik, ohne das etwas “daherkommt” oder wer “entführt” wird, so will es das Musikgesetz – und dadurch eine enorme, jawohl, lyrische Power entwickeln, in der sich unterschiedlichster anarchischer Spielarten von Stereo Total über K.I.Z bis hin zu Helge Schneider bedient wird. Wobei, das stimmt auch nicht so ganz: Denn Fritzi Ernst entwickelt auf und mit “Keine Termine” eine eigene Stimme und einen eigenen Sound, also eine künstlerische Vision, der man wohl kaum dadurch gerecht werden kann, dass man sie reflexhaft zu anderen extrem kultigen Musikmännern oder ihrer alten Band in Bezug setzt. Vielmehr sollte man sagen: Hört dieses Album und erzählt euren Freund*innen davon. Wenn’s nichts für sie ist: Schade. Wenn sie erkennen, was für ein wahnsinniger Glücksfall “Keine Termine” geworden ist: Beglückwünscht sie! Oder wie Fritzi Ernst sagen würde: “Ich schenk’ dir alles Liebe und auch ganz viel Glück. Und wenn du das nicht haben willst, dann gib’s mir halt zurück” (“Alles Liebe”).

Do 26.08.2021 Atomino & aaltra präsentieren: Sommer Super Bingo!

Eine Sommeraktion vom Atomino und aaltra. Open Air Zahlenlotto im schönsten Biergarten der Stadt. Natürlich mit MC Don Kummer und Selekta Sealt Covers, jeder Menge Preise und Eierlikörchen im Schockobecher.

Bingozettel: 2€

Einlass 19 Uhr

Die Zahlenbälle drehen sich ab 20 Uhr

Fr 05.11.21 Platon Karataev (HU)

21 Uhr

Platon Karataev, benannt nach einem Charakter des Schriftstellers Leo Tolstoy, wurde 2016 in Budapest gegründet. Sie vereinigen auf ihrem Debüt-Album „Her“ Folk, Indie und wunderschöne Gesangslinien. Das Resultat erinnert mitunter an Mumford and Sons und Helden der modernen Indie-Folk-Szene wie Bon Iver und Ben Howard schimmern ebenfalls durch. Verblüffend ist die Schnörkellosigkeit mit der die vier Herren ans Werk gehen. Die Songs schweben mitunter federleicht, um dann wieder durch klare und knackige Rockstukturen vorangetrieben zu werden.

Eintritt: Hut.

Platon Karataev, benannt nach einer Figur von Leo Tolstoi, wurde 2016 gegründet. Mit ihrer Musik wandert das ungarische Indie-Quartett um den Kern der Existenz, sucht Antworten durch Paradoxe, denkt über Fragen nach, indem es Elemente auf atomarer Ebene beobachtet oder sie aus astronomischer Perspektive betrachtet. Nach dem sofortigen Erfolg von For Her (2017) bewegte sich die Band allmählich weg von ihrem akustischen Sound hin zu einem breiteren Sound. Atoms (2020), mit einer üppigeren Instrumentierung, konzentriert sich darauf, über das Universellste, aber auf der persönlichsten Ebene zu sprechen, wobei Katharsis ein Schlüsselelement des Albums ist. Die kommende neue Platte (Nov. 2021) wird das Eintauchen in das kollektive Unterbewusstsein fortsetzen und wird von der ersten Europatournee der Band gefolgt werden. In den letzten vier Jahren erlangte Platon Karataev nicht nur auf lokaler Ebene Aufmerksamkeit, sondern wurde auch international wahrgenommen, mit mehr als 5 Millionen Streams auf Spotify, hauptsächlich aus den USA, Großbritannien und Deutschland. Neben drei verschiedenen Deutschlandtouren trat die Band bereits auf großen Festivals wie Sziget, Reeperbahn, Zandari Festa Seoul, Moscow Music Week und Liverpool Sound City auf.

Mi 01.12.21 Salomea (D)

21 Uhr

Ein einzigartige Schmelztiegel aus in Hiphop getränktem Jazz, RnB und Spielarten zeitgenössischer elektronischer Musik.

VVK: 10€ AK: 12-15€

Grenzen verschieben. Musik als tiefgründige Unterhaltung, eine Band, die ins Risiko geht, eine Stimme, wie aus einer anderen Galaxie, präzise und warm. SALOMEA definiert Musik als Kunst, SALOMEA glaubt an Liebe, Respekt, an Ehrlichkeit. Und ja: Das fordert echtes Zuhören, das verlangt etwas, das will mehr und: Offenbart dann einen fein austarierten Entwurf der Musik der Zukunft.

Rebekka Salomea und ihre hochklassige Band, Yannis Anft (Keys), Oliver Lutz (Bass) und Leif Berger (Drums) spielten bereits renommierte Festivals wie Moers Festival, Jazzablanca (Marokko) oder Avignon Jazzfestival (Frankreich). Der einzigartige Schmelztiegel aus in Hiphop getränktem Jazz, RnB und Spielarten zeitgenössischer elektronischer Musik findet seine Perfektion auf dem zweiten Album der Band “Bathing in Flowers”.

“Bathing In Flowers” erscheint am 25. September auf CD, LP und allen digitalen Plattformen. Die erste Single “In This Together“ erscheint bereits am 17. July 2020, begleitet von einem umwerfenden Video.

Homepage ​https://www.salomea.org/ Facebook ​https://www.facebook.com/SALOMEASAYWHAT/ Instagram ​https://www.instagram.com/Salomeasaywhat/ Spotify ​https://open.spotify.com/artist/4AZjwjj65fmJ3MenJaCxel?si=dVkBx5YiQMmFEgRVpeUjSQ Youtube ​https://www.youtube.com/channel/UCVDkfGN7ALvybrq4uzd89Zw

VVK: 10€ AK: 12-15€

SALOMEA BATHING IN FLOWERS

Hinter jedem Klang auf SALOMEAs zweitem Album BATHING IN FLOWERS steckt eine längere Geschichte. SALOMEAs Stimme lockt uns in die Welt hinter dem Spiegel – und auf den verschlungenen Pfaden der Geschichten, die sich dort entfalten, folgen wir den Wandlungen dieser Stimme, durchqueren das Labyrinth der Grooves, tanzen unter dem Regen elektronischer Sternschnuppen, verweilen an flächigen Gewässern, aber nie zu lange, denn die musikalische Landschaft um uns herum ist ständig in Bewegung. Sie schäumt surrealistisch, funkelt angriffslustig, wogt soulful, mäandert gedankenverloren, dekonstruiert sich sinnsuchend und fügt sich melodisch zusammen; ihre Atmosphäre erklingt als eine Ansammlung zusammengestauchter Gewalten, die in jedem Augenblick des Lebens schlummern und hier von SALOMEA mal sanft, mal laut geweckt werden, als wären es musikalische Flaschengeister. Wir sind in einer komplexen Welt gelandet, deren Vielfalt betörend und fordernd zugleich ist – SALOMEAs Welt.

Diese BATHING IN FLOWERS-Welt ist nicht leicht zu kartografieren. Aber die Songs, die sie formen, klingen nie unzusammenhängend, sondern wie das Werk eines symbiotischen Ensembles. Die 1991 in Herbolzheim geborene Jazzsängerin/ Komponistin Rebekka Salomea Ziegler und ihre Band sind in einem neuen Stadium ihrer Entwicklung angelangt, das Debüt erschien 2018. Damals kam einem auch noch etwas schneller ein Begriff wie Nu-Jazz über die Lippen, um eine Schublade für ihren Fusion- Sound zu finden, während man aber eigentlich viel lieber nur die Songs noch mal hören wollte anstatt sie einzuordnen, um zu verstehen, wo ihre Wurzeln liegen, wie sie die Kurve kriegen und wohin die Reise dieses „Project“ führen mag. Auf BATHING IN FLOWERS wechseln die einzelnen Stücke jetzt die Farbe und Stimmung fließend, so etwa wie träumende Oktopusse in einem Meer aus korrespondierenden Emotionen und Gedanken. Wenn die Idee von Jazz, das Individuelle mit dem Kollektiven zu versöhnen, zur Substanz wird, kristalloide Flüssigkeit, die schillert wie Pop, unter die Haut geht wie emanzipatorischer R’n’B und Spuren eher unbewusster Reminiszenzen an TripHop á la Portishead oder die Postpunk-Chansons einer Kate Bush in sich trägt, sind wir SALOMEAs Wesen nahe. Aber das liegt im Auge des Betrachters

beziehungsweise im Ohr des Zuhörers. Eine einfache, banale Beschreibung für SALOMEAs kreative Fülle gibt es nicht. Man muss nur feststellen, dass sie verdammt zeitgemäß klingt, weil traditionelle Referenzen wie Billie Holiday oder Aretha Franklin in einer Echokammer auf moderne wie Erykah Badu, FKA Twigs oder Kendrick Lamar treffen und ganz neue Vibes erzeugen.

Dieses lustvolle Provozieren und Ausschöpfen der Möglichkeiten und die Nähe zum Puls der Gegenwart werden durch die Konstanz in der Besetzung, die Erfahrung vieler Live-Auftritte, das gemeinsame Interesse am Experimentieren und die beinahe familiären Bande erleichtert: Der Aufnahmeprozess zu BATHING IN FLOWERS erstreckte sich über ein Jahr, die Songs wurden bis auf Leif Bergers Drums im Heimstudio des Bassisten Oliver Lutz im Kölner Agnesviertel aufgenommen. Kurze Wege für die Formation, die durch Yannis Anft an den Keyboards komplettiert wird – frische Impulse konnten schnell umgesetzt werden. Zur neuen Qualität gehört auch, dass die Einzelnen es immer besser verstehen, sich im Sinne der SALOMEA-Signatur zurückzunehmen. Da wurde beim Proben ein Schnörkel auch mal wieder verworfen, wenn der Song ohne Bling-Bling schon besser klang. In Berlin saß Rebekka Salomea Ziegler meist noch zu zweit mit Produzent Ludwig Wandinger über dem Material und legte durch letzte Reduzierungen dessen wahre und endgültige Gestalt frei.

Alle Songs auf BATHING IN FLOWERS wurden von Rebekka Salomea Ziegler komponiert und getextet. Ihre finale Form verdanken sie der kollektiven Auseinandersetzung und Ludwig Wandingers Handschrift, dessen Sounddesign noch das letzte lose Fädchen in die Soundskulptur einfügt – Wandingers Produktionsskills machten ihn sozusagen zum fünften Bandmitglied. Doch gerade in den Worten, ob gerappt oder gesungen, wird es diesmal sehr persönlich. Der fluiden musikalischen Landschaft und ihren diversen Aggregatzuständen entsprechend, sind wir mit SALOMEA Geschichten von Transformationen auf der Spur, folgen biografisch motivierten Gedankenfetzen, zu denen auch eine tiefere Beschäftigung mit Krankheit und Tod gehört. In den Stücken selbst scheint der Wunsch zu stecken, flüchtige Momente mit möglichst viel Leben zu füllen, damit die Zeit nicht sinnlos verrinnt. Und man ahnt, dass sich hinter jeder Geschichte von BATHING IN FLOWERS, die man hinter jeder Note und jedem Klang findet; dass hinter jeder Herausforderung, der sich die

Stimme dieser Ausnahmesängerin stellt; und dass hinter jeder technischen Zumutung, der sie ihre Stimme mutig und aus Prinzip aussetzt, nur noch eine weitere Geschichte verbirgt. So kann man sich endlos in der Welt von SALOMEA verlieren und wiederfinden. Und diesen Luxus sollte man sich gönnen.